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Zwangsarbeit in Hameln und im Kreis Hameln-Pyrmont
"Diesmal kommen wir gern nach Hameln"
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![]() Stanislaw Kicman 1943 in Warschau, ein Jahr vor der Deportation nach Hameln |
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Stanislaw Kicman im Herbst 2005 im Park des
Hauses
Harderode, wo er nach der Befreiung einige Monate
mit seiner Mutter lebte.
Juliusz Kozlowski wurde 1933 in Warschau geboren
und im Alter von 11 Jahren nach dem Warschauer Aufstand nach Hameln
zur Zwangsarbeit in den Wollwarenfabriken Marienthal verschleppt. Er
lebt heute in Warschau.
Am 9. August 1944 hat man unsere ganze Familie, fünf Personen, in das Lager nach Pruszkow gebracht. Zu der Zeit war ich 11 Jahre alt. Wir waren dort in großen Hallen untergebracht. Am nächsten Tag hat man alle, die dort waren, gezählt und aussortiert. Die Alten und Kranken kamen ins Krankenhaus. Meine Oma war dabei. Ich habe sie nie wieder gesehen. Die Männer kamen nach Dachau in das Konzentrationslager. Mein Vater und mein Onkel kamen nach Dachau. Sie sind dort zu Tode gekommen.
Meine Mutter und ich, wir sind dann nach langer
Fahrt ohne Verpflegung wiederum in ein Lager nach Oranienburg gekommen.
Dort wurde aufs Neue sortiert. Die nächste Station war das Konzentrationslager
Bergen-Belsen. Dort waren auch sehr schlechte Verhältnisse; wir haben
Schlimmes erlebt. Von Bergen-Belsen kamen wir nach Hameln.
![]() Juliusz Kozlowski (oben) nach seiner Befreiung in Hameln im Park vor dem Weserkrankenhaus |
![]() Juliusz Kozlowski |
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| Stanislaw Kicman und Juliusz Kozlowski beim Besuch der Wollwarenfabriken Marienthal (links, heute Faurecia) und der Wollwarenfabrik Theodor Günther (rechts, heute Werkstatt für Behinderte) | ||