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Zwangsarbeit in Hameln und im Kreis Hameln-Pyrmont
"Gesichter" - Ausländische Zwangsarbeit
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| Ausweis von Stanislawa
P. aus den "eingegliederten Ostgebieten" (sog. Warthegau). Quelle: KA Hameln-Pyrmont |
Kennkarte
von Franciszek N. aus dem "Generalgouvernement". Quelle: KA Hameln-Pyrmont |
Kap. 5.2.1 Verschleppungen aus dem "Warthegau"
und dem "Generalgouvernement"
Herr Jozef B., geb. am 27. Juli 1926 in Polen.
Während des Krieges nahm man mich am 28. Oktober 1942 im Alter von 15 Jahren aus der Stadt Radoszewice in Polen mit, morgens früh, ohne Eltern. Man sperrte uns in einer Kirche ein. Wir waren 40 Jungen und Mädchen.
Mittags kamen zwei Lastwagen mit Gendarmen und man
brachte uns auf die Bahnstation in Wielun. Wie Vieh steckte man uns
in einen Güterzug. Wir fuhren nach Berlin und später nach Hameln. Im
Arbeitsamt verteilte man uns auf einzelne Bauern.
Frau Irena M., geb. am 2. August 1922 in Wegorzewo, in der Wojewodschaft Posen, Polen.
Im Juli 1940 war eine Razzia, deren Opfer ich wurde. Während der Razzia war ich zusammen mit meiner Freundin Wanda zu Hause. Mit uns waren auch unsere Bekannten und mein behinderter Cousin. Unsere Bekannten haben es geschafft, durch das Fenster zu flüchten.
Ich und meine Freundin wurden durch die deutschen Soldaten in ein Lager nach Kolo gebracht. Wir waren hier drei Tage und haben auf dem Boden, auf Stroh, geschlafen. Zum Essen haben wir nur Wasser und Brot bekommen. Die deutschen Soldaten haben uns bewacht und ihr Benehmen war einfach grausam. Ich vermute, dass das SS-Soldaten waren. Man hörte überall weinende Gefangene und das Geschrei der Soldaten.
Die Umstände waren fatal und erniedrigend. Die Frauen
und die Männer waren in einem Raum zusammen. Nach einigen Tagen wurden
wir nach Konin transportiert. Dort hat man uns in Eisenbahnwaggons getrieben
und nach Hameln gebracht.
Herr Jan O., geb. am 1. März 1924 in Lodz, Polen.
Es war ein sonniger Tag, der 11. April 1942. Während der Arbeit wurden wir aus der Fabrik auf den Hof geholt. Auf dem Fabrikhof hat man uns in einer Reihe aufgestellt. Ein deutscher Beamter vom Arbeitsamt ging an uns vorbei und wählte nur junge Männer aus. Nach kurzer Zeit kamen Lastkraftwagen und so, wie wir da standen, mussten wir einsteigen.
Wir wurden in eine alte Textilfabrik in der Kopernikusstraße
transportiert. Dort war ein Übergangslager. Unsere Familien haben keine
Nachricht bekommen, was mit uns passierte. Zwei Tage lang waren wir
in diesem Lager, ohne Essen und Trinken. Wir wussten nicht, warum wir
da festgehalten wurden und was mit uns weiter geschehen sollte. Wir
mussten auf dem nackten Boden schlafen.
Herr Kazimierz W., geb. am 12. Februar 1924 in Cielce, Kreis Turek, Wojewodschaft Posen, Polen.
Am 11. September 1940 wurden wir zur Arbeit nach
Deutschland eingeteilt. Meine Mutter lebte damals bereits nicht mehr.
Mein Vater kam nach Braunschweig, meine Schwester kam nach Berlin in
eine Fabrik. Jozef, mein Bruder, kam nach Hajen, Kreis Hameln, auf den
Bauernhof der Schwester meiner Wirtin. Ich selbst kam am 15. September
1940 nach Wegensen zum Bauern M.
Kap. 5.2.2 "Aussiedlungen" und "Umsiedlungen"
aus Polen
Herr Kazimierz R., geb. am 10. November 1934 in Malyn, Kreis Sieradz, Wojewodschaft Lodz, Polen.
Am 2. März 1942 begann die Umsiedlung aller Familien mit ihren Kindern in einer nächtlichen Razzia unter der Bewachung von bewaffneter Gendarmerie. In 20 Minuten musste sich jeder ankleiden. Unseren Hof übernahm ein Deutscher. Wir alle wurden mit dem ganzen Dorf in die Schule in Malyn gebracht.
Am selben Tage zog man Pferdefuhrwerke zusammen und brachte uns unter Bewachung nach Lodz ins Lager in der Lakowa-Straße. Es war ein großes Lager auf einem großen Fabrikplatz. Dort waren wir einen Monat. Wir waren viertausend Menschen, zusammengebracht aus verschiedenen Gegenden. Das Leben war elend, tägliches Exerzieren und Schlafen im Lager auf dem Boden.
Dann brachte man uns mit der Eisenbahn nach Deutschland
ins Lager Fallingbostel. Dort waren wir zwei Wochen. Das Lager war mit
Draht eingezäunt. Wir schliefen auf Zementboden. Die Kleidung, die wir
anhatten, trugen wir tags und nachts. Es gab sehr viel Ungeziefer. Wer
etwas in den Haaren hatte, dem wurden die Haare abgeschnitten. Von Fallingbostel
kamen wir nach Hameln.
Frau Seweryna Z., geb. am 3. Juni 1934 in Rogaszyce, Kreis Kepno, Wojewodschaft Posen, Polen.
Unsere ganze Familie wurde im Juni 1944 aus der
Ortschaft Rogaszyce ausgesiedelt. Wir wurden von der Bahnstation Ostrzeszow
in Viehwaggons zu einem Übergangslager nach Lodz gebracht. Dort wurden
wir untersucht und dort wurden auch die Kinder ausgelesen. Die sich
zur deutschen Erziehung eigneten, wurden ihren Eltern weggenommen und
deutschen Familien zugeteilt. Die Spuren dieser Kinder sind verloren
gegangen. Daran erinnere ich mich zum Teil selber und auch aus Erzählungen
meiner Eltern.
Herr Stanislaw C., geb. am 5. November 1938 in einem Dorf bei Zamosc, Polen.
Im Jahre 1943 kamen für uns sehr schreckliche Momente. Das war der Anfang unserer Heimatlosigkeit. Damals hat die Aussiedlung von Zamosc und Umgebung stattgefunden. Ich und mein Bruder wurden von unserer Familie weggenommen und in ein Lager bei Zamosc gebracht. Dort waren wir zwei Monate. Von Zamosc kamen wir nach Lublin. Da kamen auch meine Mutter und die anderen Familienmitglieder hinzu. In Lublin waren wir drei Monate.
Von dort aus wurden wir mit dem Zug nach Deutschland
transportiert. Die Reise nach Deutschland in den Eisenbahnwaggons war
einfach schrecklich. Wir waren eine in Waggons gepferchte "Menschenmasse".
Es sind Kinder unterwegs gestorben.
Kap. 5.2.3 Deportationen aus Polen nach dem Warschauer
Aufstand
Die größten Massendeportationen innerhalb weniger Tage und unter dramatischen Umständen fanden nach dem Warschauer Aufstand im September und Oktober 1944 statt.
70.000 Personen, vor allem Männer, wurden in deutsche Konzentrationslager verschleppt, über 100.000 Personen, meist deren Frauen und Kinder, wurden zum Arbeitseinsatz nach Deutschland gebracht. Allein nach Hameln-Pyrmont kamen über 200 Personen.
Warschau wurde nach Niederschlagung des Aufstands
dem Erdboden gleich gemacht.
Herr Juliusz K., geb. 1933 in Warschau, Polen.
Am 9. August 1944 hat man unsere ganze Familie, fünf Personen, in das Lager nach Pruszkow gebracht. Zu der Zeit war ich 11 Jahre alt. Wir waren dort in großen Hallen untergebracht. Am nächsten Tag hat man alle, die dort waren, gezählt und aussortiert. Die Alten und Kranken kamen ins Krankenhaus. Meine Oma war dabei. Ich habe sie nie wieder gesehen. Die Männer kamen nach Dachau in das Konzentrationslager. Mein Vater und mein Onkel kamen nach Dachau. Sie sind dort zu Tode gekommen.
Meine Mutter und ich, wir sind dann nach langer
Fahrt ohne Verpflegung wiederum in ein Lager nach Oranienburg gekommen.
Dort wurde aufs Neue sortiert. Die nächste Station war das Konzentrationslager
Bergen-Belsen. Dort waren auch sehr schlechte Verhältnisse; wir haben
Schlimmes erlebt. Von Bergen-Belsen kamen wir nach Hameln.
Frau Halina C., geb. am 15. Dezember 1921 im Dorf Glowczynie bei Plock, Polen.
Nach dem Warschauer Aufstand ist meine ganze Familie, meine Eltern, meine beiden Schwestern und ich, von der Straße aufgegriffen und durch die Deutschen zur Sammelstelle nach Pruszkow gebracht worden. Dort hat man uns am nächsten Tag sortiert nach alt und jung. Die jungen Leute wurden in geschlossenen Waggons nach Deutschland gebracht.
Halina C. aus Polen wurde mit ihren Schwestern Barbara und Maria (von links nach rechts) nach dem Warschauer Aufstand nach Hameln deportiert.
Quelle: KA Hameln-Pyrmont
Kap. 5.3 Die Verschleppungen aus der Sowjetunion
Noch mehr als Polen galt die westliche Sowjetunion als Lebensraum für deutsche Siedler. Die Bevölkerung sollte ausgehungert und nach Osten vertrieben werden. Aus ideologischen Gründen war zunächst nicht daran gedacht worden, Sowjetbürger als Arbeitskräfte ins Reich zu holen. Sowjetische Kriegsgefangene überließ man im ersten Kriegswinter zu Hunderttausenden dem Hungertod. Als Ende Oktober 1941 der deutsche Vormarsch stockte, fand ein Umdenken statt und man begann den Arbeitseinsatz von Menschen aus der Sowjetunion in Deutschland zu vorzubereiten.
Die ukrainische Bevölkerung versuchte man anfangs, durch antikommunistische Propaganda auf die Seite der Deutschen zu ziehen.
In den Städten wurden, um freiwillige Meldungen zum Arbeitseinsatz zu bekommen, die Nahrungsmittelrationen deutlich unter Existenzminimum gesenkt. Die Bereitschaft, sich freiwillig zu melden, schlug freilich nach den ersten Nachrichten aus dem Reich über die schlechte Behandlung um. Seit dem Jahreswechsel 1941/42 begannen Massendeportationen nicht gekannten Ausmaßes. Es gab brutale Menschenjagden. Seit 1944 wurden auch Kinder ab 10 Jahren verschleppt.
Die sowjetischen Arbeitskräfte, die in Hameln-Pyrmont arbeiten mussten, kamen ganz überwiegend aus der Ukraine. Der Transport aus den Dörfern und Städten erfolgte in der Regie der Arbeitsämter. Er führte zu Sammelstellen und von dort zu Bahnhöfen. Bis zum Abtransport hatten die Familienangehörigen bisweilen noch Gelegenheit, ihren Angehörigen etwas Reiseproviant und Kleidung mitzugeben. Für den Transport wurden normalerweise geschlossene Güterwaggons ("wie Vieh") genutzt. Ein Kübel in der Ecke diente zur Verrichtung der Notdurft.
In "Durchgangslagern" wurde die Reise, die mehrere Tage dauerte, unterbrochen. Die Menschen wurden medizinisch auf ihre Tauglichkeit untersucht und entlaust. In einem Durchgangslager auf deutschem Boden wurde diese Prozedur wiederholt. Die Arbeitsverwaltung wollte verhindern, dass kranke oder schwangere Personen nach Deutschland kamen. Diese mussten dann auf Kosten der Behörde zurückgebracht werden.
Das für den Arbeitsamtsbezirk Hameln zuständige Durchgangslager war Lehrte bei Hannover. Von dort erfolgte die Weiterverteilung erneut in geschlossenen Transporten zu den Bahnhöfen der Zielgemeinden. Von den Bahnhöfen oder einer örtlichen Sammelunterkunft des Arbeitsamtes verteilte man die Menschen auf Firmen und andere Arbeitgeber, die beim Arbeitsamt einen entsprechenden Antrag gestellt hatten.
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| Abtransport im Viehwaggon
aus Kowel Quelle: Bundesarchiv Koblenz, zitiert nach Anschütz/Heike |
Abtransport im offenen Güterwaggon
Quelle: Deutschland im Zweiten Weltkrieg, Pahl-Rugenstein |
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| Registrierung von Arbeitskräften
in Russland durch die Wehrmacht Quelle: Deutschland im Zweiten Weltkrieg, Pahl-Rugenstein |
Frau Katerina M., geb. am 13. Februar 1925 im Dorf Babicki, Radechower Bezirk, Lwower Gebiet, Ukraine.
1942 wurde ich als Zwangsarbeiterin nach Deutschland geschickt. Ich war damals 17 Jahre alt, hatte nur die Grundschule beendet und keinen Beruf.
Außer mir mussten noch einige Leute gehen. Der Dorfratsvorsitzende
hat selbst die jungen Leute ausgewählt, die nach Deutschland geschickt
werden sollten. Mit einem Karren brachte man uns zur Polizei. Alle weinten.
Viele waren so arm, dass die Mütter ihnen kein Essen mitgeben konnten.
Die Nachbarn brachten uns Brot für die Fahrt. Ich war sehr aufgeregt
und dachte, dass ich nie zurück kehren werde. Man brachte uns ins Bezirkszentrum.
Von dort fuhren wir mit Güterwagen nach Deutschland.
Frau Ljudmila I., geboren 1926 im Dorf Michailjutschka, Ukraine.
Eines frühen Morgens Ende April 1942 kam ein Polizist
zu uns und sagte, dass wir uns schnell zur Abreise nach Deutschland
fertig machen sollten. Ich fing zu weinen an, aber er packte mich und
stieß mich mit Gewalt auf die Straße hinaus. Dort waren schon einige
Leute versammelt. Man setzte uns in ein Fahrzeug und brachte uns unter
Bewachung in das Gebietszentrum Schepetowka. Dort verfrachtete man uns
in Güterwaggons, deren Fenster sogar mit Stacheldraht verschlossen waren.
Die Waggons waren vollkommen überfüllt. Nicht alle fanden einen Sitzplatz.
Um uns auszuruhen, setzten wir uns abwechselnd hin.
Frau Merem I., geb. am 21. Mai 1929, Simferopol/Krim, Ukraine.
Ich, Merem I., war am 13. September 1942 13 Jahre
alt und hatte vier Klassen beendet. Wir, einige Mädchen und ich, gingen
durch die Straßen und wurden plötzlich gefasst, in ein Auto gesteckt
und in die Stadt Bachtschissarai gebracht. Dort hat man uns in einen
Güterwaggon gesteckt und nach Deutschland gebracht.
Frau Dorothea T., geb. am 27. November 1923 in Charkow, Ukraine.
Ende April/Anfang Mai 1942 war ich auf dem Markt in Charkow, um für meine Großmutter Gebrauchsgegenstände zu tauschen. Da kamen plötzlich von verschiedenen Seiten deutsche Soldaten auf den Marktplatz gestürmt. In einer Blitzaktion ergriffen sie mich und andere Mädchen und Frauen, luden uns alle auf einen Lastkraftwagen und fuhren uns zum Bahnhof. Hier wurden wir registriert mit der Auskunft "Zur Arbeit nach Deutschland".
Nach zwei Tagen begann der Transport in Güterwagen, in denen nur etwas Stroh auf dem Boden lag. Ein Eimer für menschliche Bedürfnisse stand in einer Ecke. Es war nicht möglich gewesen, von unseren Angehörigen Abschied zu nehmen.
Auf der langen Fahrt hielt der Zug hin und wieder
an. Wir wurden untersucht und einige Frauen erhielten notdürftige Kleidung.
Wir konnten ja nichts einpacken. Am 25. oder 26. Mai 1942 kamen wir
in Bad Pyrmont an, 26 Mädchen und Frauen aus Charkow. Zuerst brachte
man uns im Rathaus unter, wo wir wieder registriert wurden.
Frau Marija Michailowna S., geb. im Jahre 1927 im Dorf Bolschoi Karabtschiew, Kamenez-Podolsker Bezirk, Ukraine.
1942 beendete ich die 8. Klasse der Schule und am 24. November wurde ich nach Deutschland verschleppt. Ich war damals 15 Jahre alt und kleinwüchsig.
Die Fahrt war sehr schwer. Bis dahin hatte ich sogar keinen Eisenbahnzug gesehen. Wir fuhren zwei Wochen und wurden in die Stadt Hameln gebracht. Unterwegs wurden wir zwei Mal durch die Gesundheitskommission geprüft. Aber niemand wurde nach Hause geschickt.
Ich und noch neun Mädchen wurden in die Möbelfabrik
Sinram & Wendt in Hameln geschickt. Aus meiner Gegend waren noch zwei
Frauen. Eine ist statt ihrer Mutter gefahren. Aber später wurde auch
die Mutter weggeschleppt. Diese Frauen leben schon nicht mehr.
Herr Mikola P., geb. am 17. Mai 1927 im Dorf Bude-Orlova, Gorodischtschengkier Bezirk, Kiewer Gebiet, Ukraine.
Anfang März 1943 haben mich ein deutscher Soldat und zwei unserer Polizisten mit Waffen in der Hand aus unserem Haus geholt. Man führte uns zum Haus des Dorfrates. Dort waren schon viele Leute versammelt. Wir waren in einem Schuppen bis zum Morgen eingeschlossen. Am nächsten Morgen wurden wir mit dem Pferdewagen nach Gorodischtsche in eine Schule transportiert, wo viele Menschen aus dem ganzen Bezirk gesammelt worden waren.
Danach wurden wir in verschiedene Waggons gebracht.
Das war ein schreckliches Bild: SS-Leute mit Hunden, Polizisten mit
Waffen stopften uns in Viehwaggons. Die Türen wurden mit Stacheldraht
geschlossen. Es gab keine Toiletten und wir warfen unsere Exkremente
durch das Fenster aus dem Wagen heraus. Die Waggons wurden erst in Polen
geöffnet. Dort haben wir gebadet und unsere Wäsche wurde desinfiziert.