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Das Zuchthaus Hameln in der Nachkriegszeit
Das Zuchthaus als Hinrichtungsort der Briten
Die Hinrichtungen von Kriegsverbrechern durch die
Die Vorbereitung und Durchführung
Die Gründe weshalb Hameln als zentrale Hinrichtungsstätte gewählt wurde, sind nicht bekannt. Wahrscheinlich suchten die Briten bewusst eine Kleinstadt (wie Landsberg, Hinrichtungsort der US-Zone) mit einem gut zu bewachenden Gefängnis.
Bereits im Oktober 1945 entschied man sich für Albert Pierrepoint als Henker. Pierrepoint war Chefhenker der britischen Krone. In seinem 25jährigen Berufsleben henkte er ca. 530 Menschen, davon 200 in Hameln. Der Mann wurde für jeden Exekutionstermin extra eingeflogen und brachte zwei Assistenten mit.
Die Instruktionen sahen die Anwesenheit verschiedener britischer Offiziere (Sanitätsoffizier, zehn Pflichtzeugen für die Hinrichtungen etc.) vor, ebenso die Hinzuziehung von Geistlichen gemäß der Konfession des Verurteilten. Wenn Pierrepoint in Hameln war, wurden die Wachen um das Zuchthaus verstärkt; Doppelposten standen am Tor, eine weitere Wache zog als Streife um das Zuchthaus; der Fußweg an der Weser war geschlossen. Die ersten Hinrichtungen fanden am 13. Dezember 1945, die letzte am 6. Dezember 1949 – also nach Gründung der Bundesrepublik – statt. In Einzelfällen henkte Pierrepoint, der zwischen 1945 und 1949 ca. 20-mal nach Hameln kam, 17 Personen an einem Tag. Die Beteiligung der Öffentlichkeit: Für die frühen Hinrichtungen habe ich die mündliche
Aussage, dass "die Militärbehörde ... Sammelfahrten für Bürger aus Bad
Pyrmont, Aerzen, Springe, Sarstedt und Pattensen, die in kleinen Gruppen
den Hinrichtungen beiwohnen müssen", organisierte (bei Thomas Wünsche).
Dies geschah vermutlich im Sinne einer drastischen reeducation. Später
sicher nicht mehr. Schriftliche Belege gibt es dazu aber nicht. |
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